Gelwachs ist, wie der Name schon sagt, eine geleeartige, auf Ölbasis hergestellte, transparente Kerzengießmasse. Es hat eine ca. 5-fache Brenndauer gegenüber herkömmlichem Wachs. Auch der Schmelzpunkt liegt mit ca. 90-95°C höher als bei normalem Kerzenwachs.
Verarbeitung: Bedingt durch die weiche Konsistenz, wird Gelwachs nur in Gefäßen abgebrannt. Das ist nicht unbedingt ein Nachteil zur normalen Kerze, ensteht doch durch die Wahl des geeigneten Glasgefäßes und geschickte Dekoration mit eingegossenen Gegenständen eine faszinierende kleine Lampe.
So geht's: Im Wasserbad oder im Wachsschmelzgerät bei 90-95°C schmelzen. Vermeiden Sie ein Überhitzen des Gels, das führt ebenso wie das Eindringen von Wasserspritzern zur Trübung des Gels! Anschließend den Gelwachs-Docht, der an einem Metallplättchen befestigt ist, im Glas fixieren. Das geht am einfachsten, wenn sie das Metallplättchen kurz in das flüssige Wachs tauchen und dann am Glasboden andrücken. Das freie Dochtende wird mittels Holzstäbchen gegen Verrutschen gesichert. Nun kann das Kerzengel eingegossen werden. Dabei entstehen unweigerlich Luftbläschen, die je nach Abkühlgeschwindigkeit im erstarrenden Gel eingeschlossen werden. Ein nicht immer erwünschter Effekt! Sollen Bläschen vermieden werden, empfiehlt es sich, das Glas vorzuwärmen, oder noch besser ist es, das Glas während des Gießens im Wasserbad auf Temperatur zu halten, damit die Luftbläschen aus dem Gel entweichen können (evtl. mit einem Zahnstocher nachhelfen). Falls Sie Kleinteile mit eingießen möchten, empfiehlt es sich, nicht brennbare Materialien zu verwenden und in größtmöglichem Abstand vom Docht zu platzieren. Achten Sie auch auf die "Farbechtheit" der Gegenstände! Am Besten eignen sich Teile aus Glas, Münzen, Büroklammern, Steine, Muscheln usw. Von der Verwendung von Kunststoffen rate ich generell ab! Wenn Blumen oder Blüten eingegossen werden sollen, bitte unbedingt auf ausreichenden Abstand zum Docht achten! |
Kerzenwachs wird hauptsächlich aus Paraffin, Stearin oder Bienenwachs, bzw. aus Gemischen dieser 3 Grundstoffe hergestellt. Der Schmelzpunkt liegt bei gebräuchlichen Paraffinkerzen um die 60°C je nach Anteil von Stearin oder Bienenwachs deutlich höher.
Verarbeitung: "Ziehen" oder Gießen in verschiedenen Formen. Während sich das Kerzenziehen mehr für die industrielle Fertigung eignet lässt uns das Kerzengießen wesentlich mehr und einfachere Möglichkeiten, unsere Kreativität zu entfalten: Auswahl aus verschiedensten Gießformen, nahezu unbegrenzte Variationsmöglichkeiten der Farbgebung, sowie nachträgliche Verzierung der fertig gegossenen Kerze.
So geht's: Wachs im Wasserbad oder im Wachsschmelzgerät schmelzen (80-90°C). Durch Einrühren von Färbestäbchen erhalten Sie den gewünschten Farbton. Wählen Sie den Docht entsprechend dem Durchmesser der jeweiligen Gießform. Bei nicht zylindrischen Formen ist der mittlere Durchmesser maßgeblich. Knüpfen Sie am einen Ende des Dochtes einen Doppelknoten und schneiden Sie ihn mit einem Schrägschnitt auf die erforderliche Länge ab, das erleichtert das Einfädeln in die Gießform. Gespannt und fixiert wird der Docht mit einer passenden Nadel. Achten Sie darauf, dass der Doppelknoten die Öffnung am Formhals gut abdichtet. Nun füllen Sie die Form mit flüssigem Wachs. Durch schichtweises Vergießen von verschiedenen Farbtönen können tolle Effekte erzielt werden. Dabei kann man die Form auch schrägstellen (Form in Sandbett fixieren). Nach Füllung der Form empfiehlt es sich, etwas zu warten und den durch die Abkülung entstehenden Krater aufzufüllen. Nach vollständigem Erkalten kann die Kerze aus der Form genommen werden. Dies geht umso leichter, je genauer die Gießtemperatur eingehalten wurde (kein Überhitzen, mit Thermometer arbeiten) und die Form vor dem Gießen absolut sauber und trocken war. |
Ob Taufe, Hochzeit, Ostern oder Weihnachtsfest - Kerzen begleiten uns durch das Jahr und durch unser ganzes Leben. Kein festlicher Tisch ohne sich harmonisch in die Dekoration einfügende Kerzen. Mit Schnüren, Bändern und Ornamenten aus Wachs verleiht eine kunstvoll verzierte Kerze jedem Fest eine ganz besondere persönliche Note. Die Anfertigung solcher Kunstwerke aus Wachs ist Dank vieler Hilfsmittel und ensprechender Materialien gar nicht einmal besonders schwierig: Aus Wachsplatten in verschiedenen Farben werden die gewünschten Formen mit einem scharfen Messer ausgeschnitten (auf entspr. Unterlage achten). Die ausgeschnittenen Segmente haften ohne Klebstoff nur durch die Wärme der Hand auf der vorsichtig mit einem trockenen Tuch abgeriebenen Kerzenoberfläche. Für plastische Ornamente wie z.B. Blüten, Blätter, Blumen usw. wird Knetwachs verwendet. Die nötige Geschmeidigkeit erreicht man ebenfalls lediglich durch Handwärme. Wenn unter einer Schreibtischlampe mit einer 60Watt-Birne gearbeitet wird, gehts etwas schneller und bequemer.
Wem das Anfertigen von Ornamenten zu mühseelig oder zu kompliziert ist, kann natürlich auf das reichhaltige Angebot von fertigen Motiven zu den verschiedensten Anlässen zurück greifen. Wie Sie sehen, kommen bei diesem Hobby Anfänger und Fortgeschrittene gleichermaßen auf ihre Kosten. Klicken Sie sich ruhig durch mein Angebot, vielleicht ist die eine oder andere Anregung für Sie dabei?
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