Seidenmalerei
 
Die Seidenmalerei galt lange Zeit als ein sehr mühevolles und sehr langwieriges Kunsthandwerk. Aber heute, wo man sofort einsetzbare Farben erhält, die auch noch untereinander mischbar sind, ist die Seidenmalerei ein für jeden zugängliches Hobby geworden. Ob Seidenschal oder Seidenkrawatte, ob Regenschirm aus Seide, Bluse, Kleid, Brosche oder Aquarell: Das Material, die geeigneten Farben, Pinsel, Mischpaletten, Gutta, Effektsalz und Spannrahmen finden Sie bei mir ebenso, wie Vorlagen und Broschüren mit Anleitungen.
In regelmäßigen Abständen führe ich Seidenmalkurse durch. Dabei kann man sich in einem netten Kreis und in Ruhe mit der Materie vertraut machen. | Eine kurze Übersicht über die gängigsten Seidenmaltechniken:
 Die Knitter- oder Knülltechnik
nicht nur für Anfänger - einfach und schnell werden die interessantesten Effekte und Muster auf Seide erzeugt, ganz egal ob die Farbe lediglich aufgetropft, oder mit Pipettenflasche oder Pinsel aufgebracht wird. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Anwendung: besonders für Schals und Tücher geeignet oder aber auch zum unkomplizierten Einfärben von Seidenstücken für Röcke und Blusen. Mein Tip: Bei Verwendung von Avant Gard-Farben von JAVANA können die Tücher in der Mikrowelle innerhalb 4 Minuten bei 600W fixiert werden. |  Die Plissier-Technik
Auch nicht wesentlich komplizierter ist das Anfertigen von z.B. Röcken in der Plissier-Technik. Das fertig genähte Kleidungsstück wird erst bemalt und in der gewünschten Breite (max. 2 cm) komplett der Länge nach gefaltet. Die Stoffbahnen werden an den Enden und in der Mitte abgebunden, dann drehen wir daraus eine Kordel (Vorsicht, Farbe tropft!) Die Enden werden wiederum zusammengebunden und in leicht sprudelndem Wasser ca. 1 Stunde gekocht. 1-2 Tage in zusammengerolltem Zustand trocknen. Mein Tip: Keine komplizierten Muster nehmen, da die Farben ineinander verlaufen. Durch mehrmaliges Abbinden nach dem Falten entstehen neue Mustervarianten. Wichtig: nach dem Waschen und im Schrank das Kleidungsstück immer zusammenrollen. |  Die Konturentechnik
Die scheinbar kompliziertesten Motive lassen sich mit dieser Technik relativ einfach verwirklichen. Das Seidentuch wird hierzu über der ausgewählten Vorlage mit Tesafilm befestigt. Mit Bleistift oder Phantomstift wird das Motiv auf die Seide übertragen. Danach wird das Tuch auf einen Rahmen aufgespannt und die Linien mit Konturenfarbe nachgezogen. Nachdem die Gutta angetrocknet ist, wird das Bild mit Seidenmalfarbe ausgemalt. Eine große Arbeitserleichterung sind die Gutta-Tücher, -Kissen, -Krawatten usw., bei denen die Motive bereits aufgedruckt sind. Mein TIP: Zum Ausmalen großer Flächen das Tuch vorher anfeuchten, damit keine hässlichen Ränder entstehen. Zum Schattieren Nass in Nass arbeiten. |  Die Salztechnik
Mit der Salztechnik kann man fantastische Muster zaubern. Hierzu das Tuch entweder knittern oder auf den Rahmen spannen. Nach Wunsch mit Farbe bemalen und auf die noch nasse Farbe Effektsalz streuen. Jetzt das Tuch nicht mehr bewegen bis es vollständig getrocknet ist. Von den Stellen auf denen sich das Salz befindet wird die Farbe herausgezogen. Mein Tip: Statt, bzw. zusätzlich zum Effektsalz kann normales Kochsalz verwendet werden. Das Kochsalz ist feiner und eignet sich daher eher zum Erzeugen filigraner Effekte. |  Die Aquarelltechnik
Bei dieser Technik wird die Seide zuerst mit Aquarellgrund grundiert. Dadurch wird das Fließverhalten der Seide verändert. Die Seide kann nun ohne übermäßiges Verlaufen bemalt werden. Mein Tip: Mit Salzwasser vorbehandelte Seide ergibt interessante Hintergrundeffekte. |
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